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Diakonisches Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen e.V.
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Mobilität in ambulanten Pflegediensten

Potenziale und Perspektiven / Ergebnisbericht liegt vor

Elektro-Auto im Einsatz in der Diakonie-Sozialstation Göttingen
Hat ein Elektro-Auto im Einsatz: Diakonie-Sozialstation Göttingen mit Annette Willkomm (Pflegedienstleitung), Andreas Höhn (Stellv. Pflegedienstleitung/QM, rechts) und Jörg Mannigel (Geschäftsführung des Diakonieverbandes).

Die Diakoniestationen Burgdorf, Hannover-Südstadt, Osterode und Göttingen haben am Projekt des Netzwerks Pflege teilgenommen und ein Jahr lang für die Fahrten zu ihren Kunden moderne Autos mit Elektro- und Erdgasbetrieb eingesetzt. Unter wissenschaftlicher Begleitung wurde getestet, wie sich der Einsatz in der ambulanten Pflege gestaltet und auswirkt. Interessiert hat uns dabei auch, ob die neue Technik von den Mitarbeitenden der ambulanten  Pflegedienste akzeptiert und wie diese beurteilt wird. Zielsetzung war darüber hinaus, für die Anschaffung von Neufahrzeugen ein Entscheidungstool zu entwickeln, dass auch Aspekte wie beispielsweise die Akzeptanz der Mitarbeitenden, Umweltbilanz und Kosten in der täglichen Einsatzpraxis berücksichtigt.

Jetzt liegen die Ergebnisse und das Entscheidungstool unseres technischen Projektpartners, der „Lautlos durch Deutschland GmbH“ vor, die wir in einer  Broschüre veröffentlichen. Ergänzt wurde der Bericht durch ein Gespräch mit dem Geschäftsführer der Sozialstation Burgdorf, Thomas Bella. Die Sozialstation entschied sich im Anschluss an die Testphase dazu, erste Elektro-Fahrzeuge anzuschaffen. Mitglieder des Netzwerks können das Entscheidungstool
(Excel-Tabelle) kostenlos bei uns anfordern.

Fazit der Experten, die das Projekt begleiteten: "Die im Rahmen des Flottenversuchs ermittelten Fahrprofile sowie die mit Hilfe des Entscheidungstools durchgeführte TCO-Analyse haben gezeigt, dass der Einsatz von Elektrofahrzeugen unter veränderten finanziellen Rahmenbedingungen großes Potenzial für eine künftige Zusammenstellung des Fuhrparks eines ambulanten Pflegedienstes birgt. Dieses kann durch flankierende Maßnahmen, wie die Erzeugung eigenen Stroms durch den Einsatz von eigenen Photovoltaik- oder Kraft-Wärme-Koppelungsanlagen noch verbessert werden. Das Einsatzprofil einer Diakoniestation eignet sich durch die Einteilung der Arbeitszeiten in eine Vor- und eine Nachmittagschicht sehr gut für die Nutzung einer eigenen Photovoltaik-Anlage. Die Mittagspausen könnten genutzt werden, um die Fahrzeuge der Nachmittagsschicht mit dem günstigeren - aber nur tagsüber verfügbaren - Strom der Photovoltaikanlage zu laden. Ist eine ausschließliche Ladung der Fahrzeuge aus organisatorischen Gründen nicht möglich, kann auch der Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplung-Strom in der Nacht in Betracht gezogen werden. In zahlreichen Stationen wurde
diese Möglichkeit bereits realisiert - mit dem Ziel, überschüssigen Strom in der Nacht nutzbar zu machen. Die skizzierten Ansatzpunkte bergen weiterhin großes Potenzial im Hinblick auf Kosteneinsparungen und Verbesserung der Umweltwirkung des Fuhrparks. Diese sollten weiter untersucht und evaluiert werden."

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