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Diakonisches Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen e.V.
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BGM in der Pflege - Interview mit Marion Nagel

Das Netzwerk Pflege der Diakonie in Niedersachsen führt mit Mitarbeitenden aus der ambulanten und stationären Pflege ein Projekt zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) durch. Kooperationspartner sind die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) und die BKK Diakonie. Das zweijährige Projekt startete im Herbst 2015. Zum Zwischenresümee wurden einige Projektteilnehmende befragt.

Marion Nagel ist Mitarbeiterin in der Personalabteilung und Fachberaterin für betriebliches Gesundheitsmanagement in der DIOS gGmbH. Sie begleitet das BGM-Projekt als Projektleiterin im Hermann-Bonnus-Haus, einer stationären Pflegeeinrichtung des Diakoniewerks Osnabrück gGmbH, . Die ausgebildete Gesundheits- und Krankenpflegerin wechselte nach der Elternzeit in die Zentralverwaltung der Einrichtung.

Nach einigen Jahren in der EDV bildete sie sich zur praktischen Betriebswirtin (KA) fort, 2015 folgte die Weiterbildung im Betrieblichen Gesundheitsmanagement. Das Hermann-Bonnus-Haus bietet 104 Pflegeplätze, 12 Tagespflegeplätze sowie über 59 betreute Altenpflegewohnungen. Insgesamt sind dort rund 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

Welche Erwartungen verbinden Sie mit dem BGM-Projekt?
Ich möchte im Laufe des Projektes vor allem Verbesserungen in der Arbeitsorganisation erreichen. Das heißt für mich, die Ressourcen des Einzelnen herauszufinden und zu stärken und Störungen in den Arbeitsabläufen möglichst abzubauen.

Was schätzen Sie besonders an dem BGM-Projekt in Ihrer Einrichtung?
Zunächst einmal habe ich mich sehr gefreut, dass mich unsere Geschäftsführung für die Projektteilnahme angefragt hat. Das habe ich als große Wertschätzung empfunden. Die erste Phase der Vorbereitung hat dann etwas Zeit gebraucht, aber jetzt läuft es richtig gut. Wir haben mehrere Arbeitsgruppen gebildet, die sich beispielsweise mit den Abläufen in den Wohnbereichen, mit Verbesserungen bei der Zusammenarbeit zwischen der Pflege und der Hauswirtschaft und mit dem Thema Kommunikation beschäftigen. Außerdem finde ich sehr positiv, dass wir in unserer Steuerungsgruppe jetzt schon Besprechungstermine für das ganze Jahr festgelegt haben.

Gibt es auch schon Resonanz bei den Mitarbeitenden Ihres Hauses?
Ja, es ist zumindest bei fast allen bekannt. Mein Motto / Spruch auf den Einladungen und Protokollen „Gemeinsam gesund in die Anforderungen von morgen hineinwachsen“ wurde auch schon einmal in der Mitarbeitendenversammlung vorgestellt. Zukünftig werden wir regelmäßig auf Infotafeln über das Projekt berichten.

Gibt es schon konkrete Dinge, die Sie im Arbeitsalltag geändert haben, die vielleicht auch eine Anregung für andere Pflegeeinrichtungen sind?
Jede Einrichtung hat natürlich sehr unterschiedliche Rahmenbedingungen, insofern ist das vielleicht nicht unbedingt übertragbar. Uns hilft es aber enorm, dass wir schon jetzt im Stellenplan einen gewissen Stundenanteil für das BGM haben - der in meiner Funktion als Fachberaterin für BGM enthalten ist.

Wie managen Sie Ihre Arbeit im Projekt und parallel Ihre reguläre Aufgabe im Unternehmen?
Zu Beginn war das etwas schwer in Einklang zu bringen. Der Projektplan war ja sehr gut und detailliert, aber ihn dann in die Arbeitsrealität umzusetzen, war schon sehr zeitintensiv. Glücklicherweise habe ich aber große Unterstützung durch die Leitung unserer Personalabteilung erhalten. Seit es die Arbeitsgruppen gibt, läuft es rund.

Was benötigen Sie zur Umsetzung der einzelnen Maßnahmen im BGM-Projekt? Was ist hilfreich?
Es wäre sehr gut, wenn die Zeiten, die die Mitarbeitenden in den Arbeitsgruppen aufwenden, schon frühzeitig mit in die Wirtschaftsplanungen aufgenommen werden würden.

Es ist das Jahr 2020. Was meinen Sie: Wie hat sich das Betriebliche Gesundheitsmanagement in Ihrem Unternehmen bis dahin entwickelt?
Das BGM ist dann in den Köpfen der Mitarbeitenden verankert. Alle wissen dann, dass BGM nicht nur ein einmaliger „Tag der Ernährung“ oder nur eine Rückenschule ist. BGM steht dann als Managementaufgabe im Leitbild und in den Führungsgrundsätzen und die Mitarbeitenden sind ihrerseits gesundheitsbewusster im Alltag.

 

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