Schnellauswahl

Unsere Hilfsangebote

Rat und Hilfe

 

Suche

Diakonisches Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen e.V.
A A A
Druckversion

BGM in der Pflege - Interview mit Angelika Dzikowski

Angelika Dzikowski, PDL der Filiale Isenbüttel der Diakoniestation Gifhorn gGmbH

Das Netzwerk Pflege der Diakonie in Niedersachsen führt mit Mitarbeitenden aus der ambulanten oder stationären Pflege ein Projekt zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) durch. Kooperationspartner sind die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) und die BKK Diakonie.

Das zweijährige Projekt startete im Herbst 2015. Zum Zwischenresümee wurden einige Projektteilnehmende befragt.

Angelika Dzikowski ist seit 2008 Pflegedienstleiterin in der Filiale Isenbüttel der Diakoniestation Gifhorn gGmbH. Die 57-jährige ist für eine Station mit insgesamt 50 Mitarbeitenden verantwortlich, die in der ambulanten Pflege, in der Tagespflege sowie als Fahrer und Verwaltungsangestellte tätig sind.

Welche Erwartungen verbinden Sie mit dem BGM-Projekt?
Wir haben uns vorher schon öfter mit einzelnen Aspekten eines betrieblichen Gesundheitsmanagements beschäftigt, aber wir hatten noch kein Gesamtkonzept. Das erhoffe ich mir jetzt, und, dass wir es dauerhaft im Betrieb verankern können.

Was spricht Sie in der laufenden Projektarbeit besonders an?
Ich schätze besonders den intensiven Austausch mit den Projektteilnehmern aus den anderen Diensten und Einrichtungen. Das macht großen Spaß und ist sehr anregend. Aber auch die Steuerungsgruppe in unserem Betrieb, in der ja auch die Geschäftsführung und die Mitarbeitervertretung sitzen, läuft gut. Es ist einfach toll, sich einmal wirklich kontinuierlich mit den Themen des BGM beschäftigen zu können.

Springt denn dieser Funke auch auf die Arbeit in Ihrem Dienst über?
Bei den allermeisten schon. Unsere Mitarbeitenden engagieren sich hier sehr und bringen in der Projektgruppe vor Ort auch tolle Ideen mit ein. Wir haben zum Beispiel eine „Respektfibel“ erstellt, in der zusammengefasst wurde, wie wir miteinander umgehen wollen. Zum Beispiel: Sich ausreden lassen, nicht gleich werten, erst einmal zuhören - das kam super an!

Gibt es Dinge, die Sie neu gelernt haben und die Sie jetzt in Ihrem Arbeitsalltag anwenden?
Mir haben verschiedene Techniken für die Kommunikation in der Gruppe, die wir kennengelernt haben, gut gefallen. Ich versuche jetzt öfter, etwas zu visualisieren und strukturiere die Besprechungen stärker.

Wie managen Sie Ihre Arbeit im Projekt und parallel Ihre reguläre Aufgabe im Unternehmen?
Das ist immer mal wieder ein Spagat. Die zeitliche Belastung ist schon groß. Ich benötige für die Vor- und Nachbereitung der Projektgruppen und der Steuerungsgruppe circa drei Stunden pro Woche. Diese zeitliche Belastung, auch für die Geschäftsführungen, haben einige am Anfang nicht so eingeschätzt.

Es ist das Jahr 2020. Was meinen Sie: Wie hat sich das Betriebliche Gesundheitsmanagement Ihrer Organisation bis dahin entwickelt?
Ich schaue gar nicht so weit nach vorne. Ich bin optimistisch: Durch die Strukturen, die wir hoffentlich bis zum Projektende geschaffen haben, ist das BGM bei uns soweit eingeführt, dass es einfach weitergeht und von da an dazu gehört. Regelmäßige Gesundheitszirkel würden dann aufkommende Belastungen und Probleme aufnehmen und bearbeiten.

 

Weitere Informationen und Berichte
Aktuelles:

Seite empfehlen

Füllen Sie die Felder aus, und klicken Sie auf Senden, um diese Seite weiterzuempfehlen!

Code