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Diakonisches Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen e.V.
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Mobil mit Strom und Gas: Sozialstationen testen Alternativen zum Benziner

Elektro-Auto im Einsatz in der Diakonie-Sozialstation Göttingen
Hat ein Elektro-Auto im Einsatz: Diakonie-Sozialstation Göttingen mit Annette Willkomm (Pflegedienstleitung), Andreas Höhn (Stellv. Pflegedienstleitung/QM, rechts) und Jörg Mannigel (Geschäftsführung des Diakonieverbandes).

Vier ambulante Pflegedienste der Diakonie in Niedersachsen haben ein Jahr lang für ihre Kundenfahrten moderne Autos mit Elektro- und Erdgasbetrieb getestet. In diesem Projekt des Netzwerks Pflege sollte untersucht werden, ob sich ein Umstieg auf die umweltschonende Technik auch wirtschaftlich rechnet. 

An dem Test nahmen von Ende 2014 bis Ende 2015 Diakonie-Sozialstationen in Osterode, Göttingen, Hannover und Burdorf teil. Sie wurden jeweils mit einem Elektro- und einem Erdgasfahrzeug ausgestattet. Die Standorte wurden ausgewählt, um die Effektivität der Fahrzeuge unter unterschiedlichen Anforderungen auszuprobieren, also in ländlicher und städtischer Umgebung, in flachen und in eher bergigen Gegenden. Vorhandene Benzinfahrzeuge wurden in den Vergleichtstest eingeschlossen. Insgesamt wurden Verbrauchsdaten von 30 Autos erfasst.

Technischer Projektpartner  ist die Lautlos durch Deutschland GmbH, die den Probe-Einsatz wissenschaftlich begleitete. Prof. Sven Strube, Leiter Unternehmensstrategie und Forschung, arbeit mit seinem Team zurzeit an der Auswertung der Testphase. "Wir konnten feststellen, dass die Erdgas und Elektrofahrzeuge die Verbrauchskosten insgesamt in etwa halbieren", sagt Strube. Untersucht wurde außerdem die Akzeptanz duch die Fahrzeugnutzerinnen und -nutzer. Diese sei überwiegend positiv: "Gelobt wurde der Fahrkomfort und die einfache Bedienbarkeit der Fahrzeuge", erläutert Strube. Auch das Beschleunigungsvermögen der Öko-Fahrzeuge stellte die Nutzer zufrieden.

Nicht alle ihre Mitarbeiterinnen seien davon überzeugt gewesen, berichtet Martina Sindram, Leiterin der Diakonie-Sozialstation Osterode. Einige hätte die Geräuschlosigkeit der Fahrzeuge irritiert und einmal sei es auch zu einem kleinen Unfall gekommen, weil eine Passantin das Elektroauto nicht bemerkt habe. Etwas kritisch sieht die Leiterin auch die Reichweite des Elektrofahrzeugs: "200 Kilometer sind für manche unserer Einsätze in einem großen und bergigen Gebiet einfach zu wenig." Dies habe sie bei der Einsatzplanung berücksichtigen müssen.

Jörg Mannigel, Geschäftsführer des Diakonieverbandes Göttingen, ist von der Technik überwiegend überzeugt. Deshalb verlängerte die Diakoniestation Göttingen auch den Nutzungszeitraum ihres VW E-UP um ein weiteres Jahr. Wermutstropfen für ihn sind noch die Investitionskosten: "Aktuell ist für die ambulante Pflege die Anschaffung eines Elektrofahrzeuges finanziell zu anspruchsvoll",sagt Mannigel. Deshalb sei die finanzielle Unterstützung durch das DWiN eine wesentliche Voraussetzung für die Teilnahme am Projekt gewesen. "Jetzt sind wir sehr gespannt auf die Projektergebnisse!"

Die Ergenisse des Projekts werden an einem Fachtag des Nezwerks Pflege am 13. Juni 2016 in Hannover vorgestellt.

 

 

 

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