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Diakonisches Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen e.V.
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BGM in der Pflege - Interview mit Dorota Zawada

Dorota Zawada ist seit 2014 Teamleiterin im Anna-Schaumann-Stift in Langenhagen und dort für einen Wohnbereich mit 37 Bewohnerinnen und Bewohnern verantwortlich Das Anna-Schaumann-Stift gehört zu Bethel im Norden. Die Einrichtung bietet 136 stationäre Plätze, 15 Plätze in der Tagespflege und eine Seniorenwohnanlage für 48 Mieterinnen und Mietern. Insgesamt sind dort 120 Mitarbeitende beschäftigt.

Mit welchen Erwartungen haben Sie das BGM-Projekt begonnen?
Die Arbeit in der Pflege bedeutet eine hohe körperliche und seelische Belastung. Deshalb haben wir immer wieder hohe Krankenstände. Ich erhoffe mir langfristig Verbesserungen für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.


Und wie läuft es inzwischen - sind Sie zufrieden?
Ich habe mich gefreut und es auch als Anerkennung gesehen, bei diesem Projekt mitmachen zu können. Es ist ausgesprochen bereichernd, sich mit Kollegen aus anderen Häusern auszutauschen. Zum Beispiel, wenn wir über Probleme in den Einrichtungen gesprochen haben und die Kollegen mit ihren Ansichten andere Perspektiven aufgezeigt haben. Auch für mich persönlich habe ich viel darüber gelernt, was ich tun kann, um gesund zu bleiben.


Wie wird das Projekt in der Mitarbeiterschaft aufgenommen?
Bei den meisten wird es sehr gut angenommen. Viele haben gemerkt, dass sie mitbestimmen und mitgestalten können und kommen mittlerweile mit eigenen Ideen in unsere internen Projektgruppen.


Können Sie konkreten Beispiele nennen von Maßnahmen, die Sie in Ihrer Einrichtung während der Projektzeit durchgeführt haben?
Wir hatten Probleme an der Schnittstelle zwischen der Arbeit auf den Pflegestationen und unserer Küche. Die Mitarbeitenden in der Küche habe sich über die hohe körperliche und zeitliche Belastung beschwert, die durch unordentlich gestapelte Tablett- und Geschirr-Wagen entstanden. Wir haben diskutiert, wie wir das ändern können. Es gab da ein echtes Kommunikationsproblem. Schließlich kamen wir auf eine tolle Idee: Wir haben Fotos gemacht, also optisch gezeigt, wie die Wagen beladen werden sollen, und die haben wir dann überall auf den Stationen ausgehängt. Mit dem Ergebnis, dass es seitdem sehr gut klappt!


Was brauchen Sie, damit auch weiterhin Ideen aus dem BGM-Projekt in die Praxis umgesetzt werden können?
Wir wissen inzwischen, dass wir dafür vor allem Zeit benötigen. Das klappt nicht immer, aber wenn man es wirklich will, schafft man es. Und natürlich brauchen wir auch die Unterstützung der Leitung - die wir bisher auf jeden Fall hatten.


Was meinen Sie, wie wird sich das Betriebliche Gesundheitsmanagement in Ihrem Unternehmen entwickeln? Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Ich wünsche mir, dass unsere Mitarbeitenden gestärkt werden und selbstbewusster auftreten. Und, dass der Pflegeberuf dadurch auch attraktiver wird.

 

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